Astroscales ADRAS-J schließt erfolgreiches Rendezvous ab und leitet Annäherung ein

Die visuelle Kamera von ADRAS-J erkennt die Oberstufe der Rakete und ermöglicht die Navigation ausschließlich anhand von Winkeln auf mehrere hundert Kilometer: Ein Meilenstein für Rendezvous- und Annäherungsoperationen (RPO).
Tokio, Japan, April.11, 2024– Astroscale Japan Inc. („Astroscale Japan“), eine Tochtergesellschaft von Astroscale Holdings Inc. („Astroscale“), dem Marktführer im Bereich Satellitenwartung und langfristige Orbitstabilität in allen Umlaufbahnen, gab bekannt, dass ihr kommerzieller Demonstrationssatellit zur Weltraummüllinspektion, Active Debris Removal by Astroscale-Japan (ADRAS-J), einen wichtigen technischen Meilenstein erreicht hat: den Abschluss der Rendezvous-Phase und den Beginn der Annäherung. Dieser Erfolg wird durch den Start der Winkelnavigation unterstrichen, einer Navigationsmethode zur Schätzung der relativen Position und Geschwindigkeit mithilfe der Bordkameras des Servicesatelliten.
Während der Rendezvous-Phase leitete ADRAS-J seinen Anflug durch mehrere Bahnkorrekturmanöver in einer Entfernung von Tausenden Kilometern zur Oberstufe der Rakete ein. Die 2009 gestartete Oberstufe ist ein unvorbereitetes Objekt, das keine eigenen GPS-Daten liefert, wodurch die für eine RPO-Mission erforderliche präzise Position nicht verfügbar ist. Basierend auf den begrenzten Informationen bodengestützter Beobachtungen manövrierten die Astroscale-Einsatzteams in Japan und Großbritannien den ADRAS-J-Servicer erfolgreich bis auf wenige hundert Kilometer an die Oberstufe heran. Die visuelle Kamera von ADRAS-J erfasste die Oberstufe anschließend erfolgreich, und die Bilder wurden mithilfe von Astroscale-entwickelten Algorithmen zur reinen Winkelnavigation verarbeitet.
„Die Navigation ausschließlich anhand der Startwinkel ist ein großer Meilenstein für die ADRAS-J-Mission.“Hervorhebung der Expertise und der Teamarbeit der Astroscale-Teams in Japan, Großbritannien und den USA.„Dies bringt uns einen Schritt näher an die Weiterentwicklung unserer RPO-Fähigkeiten und unseres Verständnisses von Weltraummüll heran und unterstreicht unser Engagement für die nachhaltige Entwicklung des Weltraums“, sagte Eijiro Atarashi, ADRAS-J-Projektmanager bei Astroscale Japan.
Mit dem Übergang in die Annäherungsphase wird ADRAS-J weiterhin branchenführende RPO-Technologien demonstrieren. Ausgestattet mit einer Reihe verschiedener Sensoren für die Rendezvous-Nutzlast, wird ADRAS-J einen sicheren Annäherungsvorgang durchführen und dabei wichtige relative Navigationsinformationen wie Entfernung und Lage erfassen. Die nahtlose Koordination und der reibungslose Wechsel zwischen diesen Sensoren sind für den Erfolg der Mission von entscheidender Bedeutung – vergleichbar mit dem Wechsel von einem Teleskop zu einem Fernglas und schließlich zu einer Lupe in einem schnell fahrenden Fahrzeug. Dies unterstreicht die Komplexität und Präzision, die für diese Art von Mission erforderlich sind.
Das Raumschiff ADRAS-J wurde von der japanischen Raumfahrtbehörde für die erste Phase ihres Programms ausgewählt.Demonstration zur gewerblichen Beseitigung von BauschuttDas Programm von Astroscale Japan umfasst die Entwicklung, Herstellung, Erprobung, den Start und den Betrieb von ADRAS-J.
ADRAS-J ist eine bahnbrechende Mission, da sie weltweit den ersten Versuch unternimmt, sich einem vorhandenen großen Trümmerteil sicher mittels RPO (Remote Space Operation) zu nähern, es zu charakterisieren und seinen Zustand zu untersuchen. Nach der Annäherungsphase wird ADRAS-J einen Vorbeiflug durchführen und dabei wichtige Bilder und Daten erfassen, um die Bewegung des Raketenkörpers und den Zustand der Struktur zu beurteilen. Die Mission läutet eine neue Ära der RPO-Missionen ein und ebnet den Weg für zukünftige Dienste im Orbit, während sie gleichzeitig die Grundlage für ein nachhaltiges Weltraumumfeld schafft. Die Mission soll bis Ende Mai 2024 abgeschlossen sein.
ENDE
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