Kaffeegespräch des Lord Major von London: Weltraum – Eine Umweltkatastrophe vermeiden

Am 5. Dezember 2023Im Zentrum Londons veranstaltete Astroscale UK zusammen mit dem Lord Mayor der City of London eine Konferenz mit zehn Experten, um die Möglichkeiten zur Entwicklung neuartiger Finanz- und Versicherungsprodukte zur Unterstützung der Entwicklung von Weltraumtechnologien der nächsten Generation und der Wartung im Orbit zu erörtern und so die kritische Herausforderung des Weltraummülls anzugehen.
Die Veranstaltung im Mansion House war die erste in einer Reihe von Veranstaltungen für den 695. Lord Mayor der City of London, Alderman Professor Michael Mainelli, der durch Expertenvorträge und eine Fragerunde „Wissensmeilen“ demonstrieren und die Themen des Coffee Colloquy mit den UN-Nachhaltigkeitszielen verknüpfen wollte.

Jeder Referent hielt einen kurzen Vortrag über sein Fachgebiet im Zusammenhang mit dem Thema Vermeidung einer Umweltkatastrophe im Weltraum.
Zu den Rednern gehörten:
Pat Mathewson, Leiterin Geschäftsstrategie & Analyse, Astroscale Ltd.
Dominique Rora, Leiterin des Weltraumversicherungsgeschäfts, AXA XL
Mark Dickinson, Vizepräsident Weltraumsysteme, Viasat
Lord David Willetts, Vorsitzender der britischen Raumfahrtagentur und der Resolution Foundation
Mark Boggett, CEO, Seraphim
Joanne Wheeler MBE, Geschäftsführende Gesellschafterin, Alden Legal
Suneel Bakhshi, Präsident und CEO, Mizuho International plc
Nikolai Khlystov, Leiter Zukunft des Weltraums, Weltwirtschaftsforum
Martyn Ward, Geschäftsführer, Tokio Marine HCC
Charles Vermont, Vorsitzender und Leiter der Bürgschaftsversicherung für die Beseitigung von Weltraummüll, Lloyd’s of London Market
Weltraumschrottbeseitigungsversicherungsbürgschaften (SDRIBs) standen im Mittelpunkt der Diskussion, da sie einen wichtigen Finanzierungsmechanismus und eine attraktive Versicherungsmöglichkeit darstellen. Ebenfalls erörtert wurden die damit verbundenen Fragen der langfristigen finanziellen Unterstützung von Akteuren, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, die Nutzung nationaler Expertise, ESG-Rahmenwerke (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sowie die Weiterentwicklung des Weltraumrechts und umfassenderer politischer Agenden.

Joanne Wheeler MBE erklärte in ihrem Vortrag: „Wir befinden uns an einem entscheidenden Wendepunkt und müssen handeln, um sicherzustellen, dass der Weltraum für zukünftige Missionen, Nationen und Generationen nachhaltig, sicher und zugänglich bleibt. Wir müssen zukunftsorientiert, innovativ und vorausschauend handeln und dabei das Erbe und die Erfahrung Großbritanniens in den Bereichen Finanzen, Versicherung, Recht, Regulierung und Normsetzung berücksichtigen. Wir müssen auch die Erfahrungen angrenzender Branchen nutzen, um diese vielschichtige und interdisziplinäre Herausforderung international zu lösen.“
Lord Willets sagte:Das Weltraumrecht ist deutlich weniger entwickelt als das Seerecht, was ein schwierigeres Umfeld schafft. Veranstaltungen wie diese helfen uns, diese umfassenderen Probleme zu lösen und uns in eine breitere politische Agenda einzufügen.“

Mark Boggett von Seraphim äußerte sich zur Zukunft von Weltrauminvestitionen wie folgt: „Hat Ihr Unternehmen das Potenzial, Weltraummüll zu erzeugen? Und die Anschlussfrage lautet: Wie minimieren Sie dieses Risiko? … Versicherungen und Weltraumanleihen spielen eine wichtige Rolle, um dieses Problem anzugehen und Investoren das Vertrauen zu geben, weiterhin in diesen Markt zu investieren, da sie wissen, dass das Problem des Weltraummülls lösbar ist.“
Zum Thema internationale Zusammenarbeit sagte Nikolai Chlystow: „Der Weltraum ist ein entscheidender Bereich. Versicherungen spielen eine zentrale Rolle bei den Sanierungsmaßnahmen. Wir müssen zusammenarbeiten, um mehr zu erreichen und die bereits vorhandenen Instrumente optimal zu nutzen. Wenn der Weltraum weiter wachsen und unsere Grenzen erweitern soll, müssen wir das Problem des Weltraumschrotts angehen. Der Dialog über Finanzierungsmechanismen und Versicherungsmöglichkeiten ist daher absolut unerlässlich.“
Zum Schluss sagte Suneel Bakhshi von Mizuho über Astroscale: „Wir sehen es als unser Ziel, die vielversprechendsten Tech-Startups zu identifizieren, zu fördern und an die Börse zu bringen. Nachhaltigkeit ist uns ein wichtiges Anliegen, und Astroscale ist ein gutes Beispiel dafür. Es ist uns wichtig, Unternehmen, die sich auf Nachhaltigkeit konzentrieren, langfristig finanziell zu unterstützen.“
Das Kolloquium war eine bedeutende Veranstaltung, die Experten aus verschiedenen Fachbereichen zusammenbrachte, um die zentrale Herausforderung des sich wandelnden Weltraumumfelds zu erörtern und Möglichkeiten zur Entwicklung innovativer Finanz- und Versicherungsprodukte auszuloten. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und innovativer Ansätze, um die Nachhaltigkeit, Sicherheit und Zugänglichkeit des Weltraums für zukünftige Generationen zu gewährleisten.
Für eine detailliertere Erläuterung der Versicherungsbürgschaften für die Beseitigung von Weltraummüll verweisen wir auf das folgende Papier, das vom Oberbürgermeister und Astroscale für den Internationalen Astronautischen Kongress 2023 gemeinsam verfasst wurde.Hier erhältlich.
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