Die britische Raumfahrtbehörde hat die ELSA-d-Missionslizenz genehmigt.
Die Mission „End-of-Life Services by Astroscale demonstration“ (ELSA-d) wurde diese Woche von der britischen Raumfahrtagentur genehmigt. Der für Samstag, den 20. März 2021, geplante Start von ELSA-d wird die weltweit erste kommerzielle Mission sein, die die Kerntechnologien und -fähigkeiten für das Andocken und die Beseitigung von Weltraumschrott demonstriert.
Die ELSA-d-Mission stellt einen wegweisenden Testfall für die Lizenzierung zukünftiger Missionen dar, die komplexe Rendezvous-Manöver im Weltraum durchführen, wie beispielsweise die aktive Weltraummüllbeseitigung. Die Genehmigung dieser Lizenz durch Großbritannien markiert einen wichtigen regulatorischen Fortschritt und positioniert die britische Raumfahrtagentur an der Spitze der globalen Lizenzierung von Missionen für Dienstleistungen und Fertigung im Orbit (IOSM).
Die britische Raumfahrtagentur hat die Weltraumlizenzen gemäß dem britischen Weltraumgesetz sowohl für den ELSA-d-Serviceanbieter als auch für das Kundensatellitenfahrzeug erteilt. Dies ist das erste Mal, dass die britische Raumfahrtagentur ein Unternehmen für eine Demonstrationsmission im Bereich In-Orbit-Service/End-of-Life lizenziert hat, die das Andocken und die Annäherung zweier Raumfahrzeuge in der erdnahen Umlaufbahn umfasst.
Sorgfältige Überwachung und gebotene Sorgfalt haben es ermöglicht, dass die ELSA-d-Mission nächste Woche starten kann und gleichzeitig die Anforderungen der britischen Regierung erfüllt werden. Es besteht die Hoffnung, dass diese Genehmigung den Weg für geplante zukünftige Astroscale-Missionen ebnet, die Dienstleistungen zur Beseitigung von Weltraumschrott am Ende seiner Lebensdauer und im aktiven Betrieb anbieten sollen.
Dieser Präzedenzfall sollte auch anderen Partnern der Raumfahrtindustrie im Bereich der In-Orbit-Serviceleistungen, sowohl in Großbritannien als auch international, dabei helfen, Lizenzen gemäß den britischen Gesetzen und Vorschriften zu beantragen.
Kumar Singarajah, Direktor für Regierungs- und Regulierungsangelegenheiten, Astroscale Vereinigtes Königreich„Die Genehmigung der britischen Lizenz für den Betrieb der ELSA-d-Mission ist ein wichtiger Meilenstein für Astroscales aktive kommerzielle Bemühungen zur Weltraummüllbeseitigung“, sagte [Name des Unternehmens]. „Diese Lizenz positioniert die britische Regierung zudem als weltweit führenden Akteur bei der Förderung innovativer, kommerziell nutzbarer In-Orbit-Serviceprogramme, die die nachhaltige Nutzung des Weltraums sichern sollen. Wir danken der britischen Raumfahrtagentur für ihren hochprofessionellen, gründlichen und zügigen Prüfprozess.“
John Auburn, Geschäftsführer von Astroscale UK und Co-Vorsitzender von UKspaceArbeitsgruppe für In-Orbit-Dienstleistungen und -Fertigung (IOSM)„In-Orbit-Service- und Produktionskapazitäten sind grundlegend für die langfristige Nachhaltigkeit des Weltraums“, sagte er. „Ohne effektive In-Orbit-Service- und Produktionskapazitäten besteht die Gefahr, dass der Weltraum übernutzt und unzureichend verwaltet wird – zum Nachteil aller. Die Unterstützung der britischen Raumfahrtagentur ist unerlässlich, um die notwendigen Änderungen unserer regulatorischen und genehmigungsrechtlichen Ansätze zur Weltraumsicherheit im Vereinigten Königreich und international voranzutreiben. Eine erfolgreiche ELSA-d-Mission wäre ein bedeutender Schritt hin zur Bereitstellung von Astroscale-Dienstleistungen für Kunden in einer florierenden Weltraumwirtschaft und würde die globalen Bemühungen um ein nachhaltiges Weltraumökosystem für zukünftige Generationen stärken.“
Die britische Raumfahrtagentur bestätigte, dass die Lizenzen für die ELSA-d-Mission am 8. März in Kraft getreten sind.
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