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Astroscales ADRAS-J schreibt weiterhin Geschichte: Erfolgreiche Vorbeiflugbeobachtungen von Weltraumschrott

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Die während dieser kritischen Operationen aufgenommenen Zeitrafferaufnahmen werden die Grundlage für zukünftige Entfernungsmaßnahmen und eine nachhaltige Weltraumumgebung schaffen.

Tokio, Japan, 30. Juli 2024– Astroscale Japan Inc. („Astroscale Japan“), eine Tochtergesellschaft von Astroscale Holdings Inc. („Astroscale“), einem Marktführer im Bereich Satellitenwartung und langfristige orbitale Stabilität in allen Umlaufbahnen, gab bekannt, dass ihr kommerzieller Demonstrationssatellit zur Inspektion von Weltraummüll, Active Debris Removal by Astroscale-Japan (ADRAS-J), einen beispiellosen technischen Meilenstein für ein kommerzielles Unternehmen erreicht hat: den kontrollierten Umflug des Weltraummülls – einer Raketenoberstufe – wobei Bilder aus verschiedenen Winkeln und unter verschiedenen Lichtverhältnissen aufgenommen wurden, während gleichzeitig eine kontrollierte, feste relative Position von etwa 50 Metern zur Oberstufe beibehalten wurde.

Fly Around Obversation of Space Debris Taken by ADRAS J on July 15, 2024 resized

Ein Zeitraffer der Bilder, die ADRAS-J während des Überflugs am 15. Juli 2024 aufgenommen hat.

ADRAS-J Fly-Around Space Debris July 16 2024

Ein Zeitraffer der Bilder, die ADRAS-J während des Überflugs am 16. Juli 2024 aufgenommen hat.

ADRAS-J ist der weltweit erste Versuch, sich einem großen Weltraumschrottteil sicher zu nähern, es zu charakterisieren und seinen Zustand mittels Rendezvous- und Annäherungsmanövern (RPO) zu untersuchen. Diese bahnbrechende Mission hat ein Rendezvous mit einer unvorbereiteten japanischen Oberstufe einer Rakete durchgeführt, die etwa 11 Meter lang, 4 Meter im Durchmesser und etwa 3 Tonnen schwer ist. Nachdem ADRAS-J ein sicheres Annäherungsmanöver mit dem Objekt von der Größe eines Stadtbusses demonstriert hat, sammelt die Sonde Bilder und andere Daten, um dessen Bewegung und strukturellen Zustand zu beurteilen. Unvorbereitete Objekte im Orbit sind nicht mit Technologien ausgestattet, die ein Andocken, Wartungsarbeiten oder eine Bergung ermöglichen, was die Komplexität der Operationen erhöht. Die aus diesen Bildern gewonnenen Informationen liefern wichtige Daten für eine zukünftige Mission zur Bergung und Entfernung des Objekts.

Während die erste Beobachtung im Flug im JuniADRAS-J hatte etwa ein Drittel des Manövers (~120 Grad) abgeschlossen, als eine unerwartete Lageanomalie einen autonomen Abbruch auslöste. ADRAS-J entfernte sich planmäßig sicher von der Oberstufe und demonstrierte damit die Effektivität seines bordeigenen Kollisionsvermeidungssystems beim sicheren Annähern an ein nicht kooperatives Objekt. Anschließend näherte sich ADRAS-J der Oberstufe erneut und führte zwei erfolgreiche Vorbeiflüge durch.

Sehen Sie sich die atemberaubenden Zeitrafferaufnahmen an, die während der Überflugoperationen entstanden sind:

Satelliten und Weltraumschrott in niedrigen Erdumlaufbahnen (unter 2.000 km) bewegen sich mit Geschwindigkeiten von etwa 7 bis 8 km pro Sekunde. Dies unterstreicht die Herausforderung, Objekte in dieser Höhe zu lokalisieren, sich ihnen zu nähern, sie zu umkreisen und Daten von ihnen zu sammeln. Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für die Wartung von Satelliten im Orbit. Die Ergebnisse der ADRAS-J-Mission läuten eine neue Ära für RPO-Missionen ein und ebnen den Weg für zukünftige Dienste im Orbit. Gleichzeitig legen sie den Grundstein für eine nachhaltige Weltraumumgebung.

Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA wählte die Raumsonde ADRAS-J für Phase I ihres Programms zur Demonstration kommerzieller Weltraummüllbeseitigung aus. Ziel dieses Programms ist die Erprobung von Technologien zur Beseitigung großer Trümmerteile. Astroscale Japan wurde zudem als Auftragnehmer für Phase II ausgewählt, die das Einfangen und den Wiedereintritt der Oberstufe umfasst. Die Entwicklung der Raumsonde ADRAS-J2 ist bereits im Gange. Die Erfahrungen mit der Raumsonde ADRAS-J sowie deren Betrieb und die gesammelten Daten werden für die Beseitigungsphase des Programms genutzt. Die drei Vorbeiflüge haben keine größeren Schäden an der Nutzlastbefestigung ergeben, dem geplanten Einfangpunkt für die ADRAS-J2-Mission.

Zu den wichtigsten Höhepunkten der ADRAS-J-Mission seit dem Start im Februar zählen:

18. Februar: Start und Beginn des Betriebs im Orbit.

22. Februar: Beginn der Rendezvousphase.

9. April: Beginn der reinen Winkelnavigation und Annäherung aus mehreren hundert Kilometern Entfernung.

16. April: Beginn der relativen Navigationstechniken im Rahmen der Modellabgleichsnavigation.

17. April: Annäherung an den Kunden bis auf wenige hundert Meter.

23. Mai: Annäherung an den Kunden bis auf 50 Meter.

23. Mai: Erste Fixpunktbeobachtung abgeschlossen.

17. Juni: Zweite Fixpunktbeobachtung abgeschlossen.

19. Juni: Beginn der Überflugoperation und Validierung des Kollisionsvermeidungssystems.

14. Juli: Annäherung an den Klienten bis auf 50 Meter. Dritte Beobachtung an einem festen Punkt abgeschlossen.

15. Juli: Zweiter erfolgreicher Überflug.

16. Juli: Erfolgreicher dritter Überflug.

ENDE

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